Unterwegs und angekommen 

Mittlerweile bin ich schon mal in Abu Dhabi. In einer guten Stunde geht es weiter nach Frankfurt.

Wie ihr sicher schon festgestellt habt, fehlen noch einige Blogeinträge. Ich werde mir ob Köln Mühe geben, den Rückstand aufzuarbeiten. Bis bald

Hallo! Mittlerweile bin ich auch angekommen… Das dürftet Ihr schon mitbekommen haben. Der Rückstand muss leider noch etwas warten.Es steht schon wieder die nächste Prüfung an…

The good, the bad, the ugly and a small wonder of nature

Oder Urlaub in Krabi.

Mit Krabi stand mein letzter echter Trip außerhalb Bangkoks an. Lange habe ich gezögert, ob ich das noch machen wollte, weil die Flüge bei all dem Hin und Her bezüglich der Frage wer jetzt mitkommt stetig teurer geworden sind. Letzten Endes habe ich entschieden, dass auch die Flüge für 90 € noch tragbar sind, da es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass ich nochmal hier sein werde. Also lieber nachher nicht ärgern, dass ich das nicht gemacht habe. Mit mir unterwegs waren diesmal die österreichische Kollegin Anna und Jill von der deutschen Botschaft.

Freitags konnten wir alle etwas früher frei machen und ich bin direkt mit dem Taxi von der Botschaft gestartet und habe die Mädels an der BTS Surasak aufgegabelt und wir sind zu Bangkoks zweitem Flughafen, Don Mueang, gefahren und waren mehr als zeitig da. Weil es noch kein Mittagessen gab, ging es dann seit Jahren zum ersten Mal zu KFC. Danach sind wir pünktlich und zwischenfallfrei nach Krabi geflogen. Dort sind wir für 80 THB in den Bus geklettert, der uns zum Zentrum von Krabi gebracht hat. Auf den Hauptferienort Ao Nang haben wir verzichtet. Von dem Bushalt ging es zum Boss & Benz House.20150213_184421

Good: Wir hatten drei saubere Einzelbetten. Wir haben nur 800 THB für 3 Personen und zwei Nächte insgesamt gezahlt. Wir hatten den besten Herbergsvater der Welt, der natürlich gleich Touren verkaufte. Aber dabei war er nicht an seiner Provision interessiert, sondern hat uns von sich aus vorgeschlagen, dass wir manche Touren billiger alleine machen könnten, weil wir mit unseren Ausweisen Thai-Preise in Nationalparks bekämeb. Auch ansonsten wurden wir ganz gut zu den Trips beraten. Zum Beispiel bekamen wir direkt Prospekte überreicht und gesagt, dass es aber billiger ist. Für den Samstagstrip haben wir nur die Hälfte gezahlt. Das lohnt doch mal. Bisher kannte ich nur teurer. Nach dem Auschecken am Sonntag konnten wir auch unser Gepäck da lassen und nach Rückkehr von unserer Tour sogar noch duschen. Sehr nett!

Bad: Es war nur mit Ventialatoren entweder sehr heiß oder sehr laut im Zimmer. man konnte sich aussuchen, warum man nicht gut schläft. Deko gab es im Zimmer außer winziger Ameisen keine.

Ugly: Ein Etagebaden für drei Etagen muss nicht sein. Vor allem wenn die Plastikumrandung vom Spiegel (ebenso wie das mit Plastik überzogene Polster des Hockers im Zimmer) reichhaltig von Schimmel verziert ist. In den zwei Badezimmern sind dann auch noch die Toiletten drin. Wenn zwei duschen, geht also keiner mehr auf’s Klo (außer in der Lobby).

Nach Bezug der Zimmer haben wir uns dann auf eine Aktivität für den nächsten Tag festgelegt:

Samstagstour - mit dem Longtail
Samstagstour – mit dem Longtail

Danach ging es los in die Stadt. Da Freitag war, hatte die Walking Street schon auf. Die Thais stehen total auf Karaoke und auf der großen Bühne durfte gefühlt jeder mal ran. Ein akkustisches Highlight möchte ich Euch nicht vorenthalten. Ich habe wirklich nur den besseren Refrain aufgenommen. Die Strophen sollte die Kleine noch üben. Aber es ist ja schon mal mutig sich in dem Alter dahin zu stellen. Und besser hätte ich es auch nicht gekonnt. Aber hört selbst:

Wir haben ansonsten das gemacht, was man auf dem Nachtmarkt so tut. Essen, essen, essen. Besonders lecker war der Som tum, der wirklich mal richtig scharf war. So schön scharf, dass ich am nächsten Morgen ordentlich Darmkrämpfe hatte, aber keinen flotten Otto, sondern das genaue Gegenteil. „Glücklicherweise“ wurde ich vor dem Rest des Salats „gerettet“, weil Anna da mal lustig reingabelte, nachdem sie tags zuvor mit Antibiotika begonnen hatte, weil sie ihre Magen-Darm-Geschichte so überhaupt nicht los wurde. Am ärgerlichsten war ich aber darüber, dass sie dann noch meinte, sie könne ja nicht ansteckend sein, weil sie sonst wohl in Quarantäne wäre. Ob die Österreicher tatsächliche alle Menschen, die irgendwas Ansteckendes haben, einsperren? Ich sollte der Frage mal nachgehen. Nachdem wir den Markt fast leer gefuttert hatten, sind wir dann relativ zeitig zum Hostel zurück und haben uns zu Bett begeben.

 

Morgens haben wir halbwegs ausgeschlafen und sind dann an einem Tempel vorbei zum Frühstück gegangen und haben uns für die anstrengende Tour gestärkt. Knuffige Mehresbewohner habe ich auch noch bei Ebbe fotografiert. Bitte groß anschauen. Die Fischwesen sind so lustig, wenn die vor einem wegflitzen.

Im Hotel wählten wir dann noch die Tour für den nächsten Tag aus. Das seht Ihr dann im folgenden Blogeintrag. Mittags wurden wir bei der Herberge abgeholt und zu einem Pier gebracht. Dort durften wir dann erst mal eine gute halbe Stunde warten und haben dann das riesigste Longtailboat betreten, was ich je gesehen habe. 60 Leute gingen da sicher drauf. Das Aus- und Einsteigen hat gefühlt immer 10 Minuten gedauert, weil es immer nur auf einer Seite eine Metallleiter gab mit der man ins Wasser klettern konnte. Unterwegs ist man immer zu weit wie möglich an den Strand gefahren und da musste man über die Leitern ins Wasser hüpfen. Leider war die Leiter nicht mit Seilen oder ähnlichem umwickelt, so dass ich einmal abgerutscht bin und mir den kleinen Zeh heftig gestoßen habe. Mit dem Boot fuhren wir dann verschiedene Inseln an, von denen wir manche nur betrachteten und andere auch betraten. Die erste Insel bei der wir hielten hatte eine Urlauberdichte, die Mallorca in nichts nachsteht. Aber es gab auch Verkaufsboote und eine riesige Höhle mit Penissen. Ich halte die Erzählung hier relativ kurz, weil ein Haufen Bilder dabei ist. Auf der nächsten Insel an der wir hielten (Poda), bekamen wir Schnorchelausrüstung. Leider relativ günstige ohne Ausblasventil, aber es ging auch so. Schon hier hat man ohne Riffe recht viele Fische gesehen.

Danach ging es dann nahe an eine Felsinsel zum Schnorcheln. Die Fische wurden mit Wassermelonen angefüttert, damit sie auch besser zu sehen waren. Da waren auch wieder Fische dabei, die einen angeknabbert haben, wenn man sich nicht bewegt hat. Das ist ein wirklich seltsames Gefühl. Und die Riffe? Siehe unten unter Ugly. Danach sind wir am Chicken Island vorbei zu einem schönen Aussichtspunkt gefahren bevor wir auf einer Zwillingsinsel ausgestiegen sind. Dort konnten man nicht nur den Sonnenuntergang beobachten und über einen schon leicht überspülten Sandstreifen von der einen Insel zur anderen Insel gehen, sondern wurde auch gefüttert. Es gab Standard (Reis, Hühnchen, Wassermelone zum Nachtisch etc.) man wurde aber satt. Danach gab es eine Feuershow. Wenn man die Show auf Koh Samet gesehen hatte, muss man hier wohl eher von einem Showchen sprechen. Danach ging es wieder zurück aufs Boot. Der letzte Punkt des Tages war das allerdings noch nicht ->>> Small wonder of nature.

Good: Die Inseln sind wirklich wunderschön und es ist eine Bilderbuchtropenkulisse, wie man sie sich besser nicht vorstellen könnte…

Bad: Solange die Inseln nicht betreten werden können! Auf den anderen Inseln ist Rush Hour angesagt. Und es ist wirklich viel los gewesen. Klar als klassisches Urlaubsziel. Dadurch schätzt man die himmlische Ruhe, die man auf Koh Kood hatte erst so richtig. Hier waren gefühlt auf 250 Meter Strand mehr Leute als auf 70 Kilometern in Koh Kodd. Die Tour war mäßig gut organisiert, das geht besser (siehe nächster Tag).

Ugly: Korallenriffe sind nicht mehr existent. Es gibt nur noch abgestorbene Kalkskelette. Ein wirklich trauriger Anblick. Fische gibt es zum Glück noch, aber nichtsdestotrotz sah es aus wie eine Unterwasseruine. Die Gründe dürften von übermäßigem Tourismus bis hin zur Klimaerwärmung reichen. Außerdem haben die Guides so tolle Sachen gemacht, wie Seeigel aus dem Wasser nehmen. Mit „take only memories“ haben die es wohl nicht so. Natürlich haben sie das Tier wieder zurück ins Meer gesetzt, aber unnötig war es trotzdem.

A small wonder of nature: Nach dem Abendessen sind wir dann noch weitergefahren. Es sollte zu leuchtendem Plankton gehen. Als wir ankerten war nichts zu sehen und ich dachte, dass sei so eine Veranstaltung bei der es nachher hieße, dass es leider nichts zu sehen gab. Dann hat einer der Crew aber angefangen mit dem Bein durchs Wasser zu wedeln. Und siehe da: Es leuchtete blau. Bilder muss ich schuldig bleiben, weil alle Lichter logischerweise aus sein mussten und die Kamera im Dunkeln nicht fokussierte. Aber im Programm hieß es ja „Schwimmen in fluoreszierenden Plankton“. Das wollten meine Kolleginnen und ich uns nicht nehmen lassen und wir sind ins Wasser gesprungen. Von oben vom Boot sieht man das zwar besser, aber es war schon beeindruckend wenn man sich im Wasser bewegte und es dann um einen rum anfing, blau zu glühen. Erstaunlicherweise waren insgesamt höchstens sechs Menschen im Wasser. Viele schienen doch ein Problem damit zu haben in stockfinsterer Nacht ins Meer zu springen und das dann auch noch zum Leuchten zu bringen. Ich fand es eher sehr beeindruckend. Damit Ihr Euch das auch vorstellen könnt, habe ich Euch mal ein Video gesucht. Die in dem Video gezeigte Leuchtintensität entspricht ungefähr dem, was wir erlebt haben…

Cocktails bei Theo

Am gestrigen Donnerstag waren wir bei einer Kollegin von der Botschaft zum Cocktails
trinken eingeladen. Direkt nach der Arbeit sind wir mit zu Theo gegangen und haben den Pool in ihrem Appartment unsicher gemacht. Später kamen dann außer Kollegen aus der Botschaft auch noch die drei Patientinnen der AHK dazu. Alles in allem ein sehr lustiger Abend. Das Aufstehen am nächsten Morgen hätte gerne etwas später sein dürfen, aber man kann nicht alles haben. Leider konnte man auch kein Karneval feiern, aber immerhin habe ich es unauffällig geschafft einige Karnevalslieder in die Playlist zu mogeln. Man tut ja, was man kann. Hier mal Bilder von der Wohnung. Kann ja nicht immer nur Essen geknipst werden.

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Mal wieder etwas anderes in der Botschaft

Heute war ich bei der sogenannten Umwelt AG dabei. Da werden deutsche Unternehmer, die im weitesten Sinne im Umweltbereich tätig sind, mit thailändischen Stellen zusammengebracht zum gemeinsamen Austausch. Neben Vorbereitung der Veranstaltung an sich und dem Erstellen eines Protokolls durfte ich mich auch direkt noch als Fotograf beteiligen. Mit richtiger Kamera und Handy für die Twitter Fotos. Ja Botschafter und mein Chef, stellvertretender Botschafter, twittern regelmäßig. Das tun sie übrigens selbst. Nicht die Kulturabteilung.

Spielerei

Ich übe noch mit Belichtung und weiteren Parametern. Außerdem muss man sagen, dass die Straßenfotos von einer Fußgängerbrücke entstanden sind, wo laufend Leute drüber gerannt sind. Dann hat die Brücke jedesmal gewackelt. Eine Gruppe Russen, die selber versuchte Fotos (aus der Hand) zu machen, hat dann auch noch laufend gegen das Geländer gehauen. Also sehr widrige Umstände…

Wat Pho und Wat Arun

Mit dem Wat Pho und dem Wat Arun (dem Tempel der Morgenröte) fehlten mir noch zwei der touristischen Highlights in Bangkok. Der Wat Pho ist insbesondere für seinen liegenden Buddha und seine Massageschule bekannt, während der Wat Arun eines der beliebtesten Fotomotive, insbesondere im Sonnenuntergang ist. Man merkte übrigens deutlich, dass die Haupt-Hauptsaison vorbei ist. Man kam schnell auf die Boote und in den Tempelanlagen waren zwar viele Leute, aber es war nicht zu voll. Der Gesamtkomplex des Wat Pho hat mir recht gut gefallen. Ja, der liegende Buddha ist wirklich groß. Mir haben es aber insbesondere die Chedis angetan gehabt.

Der Wat Arun ist verwandt mit dem Kölner Dom. So muss es jedenfalls sein. Da ist alles ähnlich gut eingerüstet. Wenn man hier hochklettert, ist das übrigens, wie auch auf den Bildern deutlich wird, eine recht steile Angelegenheit. Von oben hat man einen ganz netten Ausblick über Bangkok. Die Fotos werden leider nicht toll, weil einfach – selbst an einem klaren aber leider nicht windigen Sonntag – immer Smog über der Stadt hängt. Aber seht selbst.

Frühstück, Penis Schrein, Klong Toey Market und DJ Station

Ein Tag mit viel Action. Also los:

Zuerst ging es zum Frühstücken. Wir sollten uns um viertel nach neun treffen. Bis wir Frühstück hatten wurde es fast elf. Und das kam so: Wir vom Purita waren eine viertel Stunde zu spät, weil jemand nicht fertig wurde. Und nein, ich war es nicht. Dann fanden wir, dass das Lokal zu dem wir wollten zu teuer war und zu wenig Auswahl hatte. Also zum Rocket gelaufen. Das hat Zeit gekostet. Da haben wir dann 20 Minuten gewartet. Dann bestellt. Aber es war die Warterei wert.

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Man beachte, dass der Name auch einem schwedischen Möbelhaus entstammen könnte.
Man beachte, dass der Name auch einem schwedischen Möbelhaus entstammen könnte.

Billig war der Spaß übrigens auch nicht – So ein Frühstück kostet leider schon fast 20 € – Richtig essen kann man für einen Appel und ein Ei. Frühstücken nach westlicher Vorstellung leider überhaupt nicht.

Danach ging es weiter zum Gelände des Swissotels. Wir waren auf der Suche nach einer eher abseitigen Attraktion, die mir ein Mitarbeiter vom Goethe Institut empfohlen hat, dem Penis-Schrein. Man muss dazu wissen, dass Holzpenisse Glückssymbole sind. In dem Schrein wir die Vor-buddhistische Fruchtbarkeitsgöttin Chao Mae Tuptim angebetet und immer wenn der Wunsch erhört wurde, spendet man halt einen Penis. Wir mussten im Swissotel ein bisschen fragen, wo der Schrein ist – man hilft sehr gerne weiter, macht aber keine große Werbung.IMG_4105

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Mein Favorit, ein Penis mit Penis

Danach ging es dann zum größten Lebensmittelmarkts Bangkoks, der vollkommen unverständlicherweise nicht von Touristen überlaufen ist. Wir waren ungefähr die einzigen. Der Markt hat von 6 – 2 Uhr jeden Tag auf. In den anderen vier Stunden muss wohl gereinigt werden. Hier sagen Bilder mehr als Worte. Leider fangen diese die Gerüche nicht ein. Vielleicht auch zum Glück. Das war nicht immer angenehm. Insbesondere in der Fleisch- und Hühnerabteilung konnte es auf Grund der Hitze schon mal recht unangenehm riechen.

Danach ging es dann kurz ins Purita und dann zu Andreas an den Pool, wo wir einen Cocktail getrunken haben. Und dann hoch in Andreas Appartment gegangen sind, wo wir eine Pizza gegessen und etwas getrunken haben. Und dann in die DJ-Station, einem Schwulen-Club, wo wir uns eine Travestie Show angeschaut haben. Ziemlicher Männerüberschuss in dem Laden. Und Ladyboys gab es auch genug. Frauen eher weniger. Aber eine Inderin war nachher so voll, dass die keine Kontrolle über ihre körperlichen Fähigkeiten und Funktionen mehr hatte. Auf dem Heimweg haben wir dann noch eine (mutmaßliche) Beziehungskrise sehen dürfen, bei der Ohrfeigen verteilt wurden und Leute an den Haaren über den Boden geschleift wurden.

Zum versöhnlichen Schluss aber noch ein paar Bilder von der Travestie-Show

Freitag der 06.02.15

So, da habt Ihr es: Es gibt nichts Erwähnenswertes. Ich war normal arbeiten und dann zu einem Schneider Maße nehmen für einen Anzug und Hemden. Dann bin ich ins Purita gefahren.

Abends gab es Schwein mit Ei verquirlt. Das war lecker, aber dessen wurde man schnell überdrüssig. Das sauer eingelegte Fleisch mag ich nicht so. 20150206_203841Es war aber sehr gefährlich in der Fischbude, da sich ein Puma unter dem Tisch befand.20150206_210817Nachdem die lebensgefährliche Situation überstanden war, gab es noch grüne Mango mit Chilli-Salz.20150206_223814Mir ist reife gelbe Mango allerdings lieber. Habe ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich in Deutschland nie wieder Mango essen kann? Wenn man sich hier erst mal an die richtig tollen saftigen Exemplare gewöhnt hat, will man den faserigen Mist aus Deutschland nicht mehr 😉